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Jugendseminar


Der Landesverband der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe Sachsen e.V. veranstaltete das diesjährige Jugendseminar vom 24.10. bis 26.10.2003 in Neuschirgiswalde. Neun junge Leute nahmen daran teil.

Unter Leitung von Wolfgang Heinisch fand nach dem Abendessen eine Gesprächsrunde statt, um sich kennen zu lernen und seine Erwartungen an das Seminar zu äußern.

Danach ließ man den Abend mit lustigen Gesellschaftsspielen ausklingen, was eine freundschaftliche Atmosphäre schuf.

Am Samstag begann nach dem Frühstück die Seminarrunde zum Thema „Illegale Drogen - was ist dran - was ist drin?“ mit Herrn Gahrig von der Suchtberatungsstelle Kamenz. Zur Einstimmung wurden nach einer kurzen Vorstellungsrunde die einzelnen Süchte in Form eines Ratespiels benannt und in stoffgebundene und nicht stoffgebundene unterteilt. Danach erarbeiteten alle zusammen die Merkmale eines Suchtkranken und hielten dies in einer Zeichnung fest.

Im anschließenden Teil des Seminars wurde die Frage gestellt: „Wie stellt Ihr Euch die ideale Droge vor? Welche Wirkungen soll sie haben, welche nicht?“

Mit großer Begeisterung erarbeiteten die jungen Leute in 2 Gruppen Präsentationen zu diesem Thema, angefangen von der Darreichungs- bzw. Einnahmeform der Droge bis zu den unterschiedlichsten Wirkungen auf Körper und Geist. Hauptmerkmale sollten beispielsweise sein: Die Wundersubstanz soll schön und intelligent, aber nicht süchtig machen und auch sonst keine körperlichen Schädigungen hervorrufen.

Nachmittags präsentierten beide Gruppen ihre „Wunderdrogen“ in anschaulicher und origineller Weise. In der darauf folgenden Diskussion wurde bewiesen, dass es unmöglich ist, eine derartige Droge herzustellen, da auch jede gewünschte Veränderung eines Menschen (z.B. anderes Aussehen, plötzliche enorme Körperkraft, übermenschliche Klugheit etc.) bei seinem Umfeld Verwunderung, Unverständnis oder Erschrecken hervorrufen würde. Zum anderen würde man auf die positiven Wirkungen der Substanz nicht mehr verzichten wollen (ewige Schönheit usw.), was zu einer psychischen Abhängigkeit führen würde.

Im letzten Teil des Seminars erläuterte Herr Gahrig alle bekannten illegalen Drogen, pflanzliche und synthetische, deren Formen und Inhaltsstoffe sowie die Wirkungen auf den menschlichen Körper.

Als körperlichen Ausgleich zu diesem geistig anstrengenden Tag fuhr man nach dem Abendessen nach Wehrsdorf zum Bowling. Diese sportliche Aktivität machte sowohl den Jugendlichen als auch den (älteren) Betreuern viel Spaß.

Am Sonntag traf man sich nach dem Frühstück zu einer Gesprächsrunde. Es wurde das Arbeitsmaterial „Anregungen und Hinweise zur Suchtarbeit mit jungen Menschen in den Freundeskreisen“ vorgestellt. Die jungen Leute stellten Fragen zur Mitarbeit in den Freundeskreisen, zur Teilnahme in Selbsthilfegruppen für Betroffene, Angehörige usw. Seitens der Leitung wurde auf das „Seminar für junge Suchtkranke“ des Bundesverbandes sowie auf die Homepage des Landesverbandes hingewiesen.

Für das Jugendseminar im nächsten Jahr wurden u.a. folgende Vorschläge gemacht:

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die jungen Leute ein wunderschönes, informationsreiches Wochenende erlebt haben. Einstimmig wurde bekundet, dass man eine „dufte Truppe“ war, und sowohl das Referat als auch der Bowlingabend fanden eine durchweg positive Resonanz.

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