Startseite | Neues | Vorstand | Veranstaltungen | Gruppen | Berichte | Chronik |Forum | Gästebuch | Kontakt | Links

Anregungen und Hinweise zur Suchtarbeit mit jungen Menschen in den Freundeskreisen


1. Einleitung

Das Jahr 2003 wurde durch die Deutsche Hauptstelle gegen Suchtgefahren zum Jahr der Jugend und Sucht erklärt.
Schon im September 1999 wurde vom Bundesverband das 1. Seminar Junger Suchtkranker durchgeführt. Im November 1999 gründete der BV den Arbeitskreis JuMuS ("Junge Menschen und Sucht"). Im November 2002 beschäftigte sich der Landesverband Sachsen auf einer Klausurtagung mit dem Thema Jugendarbeit. Am 3. Seminar Junger Suchtkranker im Dezember 2002 nahmen 3 Vertreter aus Sachsen teil.


2. Begründung der Notwendigkeit, die Jugendproblematik verstärkt in den Freundeskreisen zu beachten

Altersduchschnitt: Kamenz, Hoyerswerda,
                    Schirgiswalde, Torgau, Radebeul
Durchschnittliche Altersstruktur
5 FK des LV Sachsen

Der Zeitpunkt, zu dem Jugendliche Alkohol probieren, liegt durchschnittlich zwischen 14 und 15 Jahren. 14 Prozent der Altersgruppe von 12 bis 25 trinkt pro Woche mehr als 120 Gramm reinen Alkohol. Besonders bei den 16- bis 17-Jährigen sind Alkoholrauscherfahrungen weit verbreitet.
Auch bei illegalen Drogen ist das Einstiegsalter um ca. 1 Jahr gesunken. Mindestens ein Viertel (27 Prozent) der 12- bis 25-Jährigen hat in ihrem Leben mindestens einmal illegale Drogen genommen.
Eine europaweite Studie belegt, dass Alkoholexzesse bei Jugendlichen durchaus verbreitet sind und der Trend zum riskanten Konsum von mehreren Suchtmitteln zunimmt. - Hinweis: www.ausweg.de
Es besteht bundesweit die Notwendigkeit, verstärkt jüngere Menschen in die Freundeskreise zu integrieren.

Ausgangspunkt der verstärkten Beachtung der Jugendproblematik ist auch die Erkenntnis, dass Suchtkrankheiten immer Familienerkrankungen sind und damit auch vielfältige Auswirkungen auf die Kinder und Jugendlichen in betroffenen Familien haben.


3. Inhalte und Ziele der Jugendarbeit

In den Freundeskreisen sollte darüber gesprochen werden: Was konkret kann die Gruppe zur Jugendarbeit beitragen?

  1. gezielte Gespräche mit betroffenen und angehörigen Eltern über Suchtbewältigung in der Familie (häufiges Argument: "Mein Kind hat nichts gemerkt.")
  2. Die verstärkte Einbeziehung der Kinder und Jugendlichen der Gruppenmitglieder in die Selbsthilfearbeit
  3. Integration junger Suchtkranker in die Gruppen
  4. Suchtprävention, insbesondere in Schulen, Jugendclubs u.a.
  5. Zusammenarbeit mit Ärzten und Jugendtherapeuten in den Beratungsstellen
  6. Zusammenarbeit mit Jugendamt, Krankenkassen u.a.
    • Öffnung der Gruppe für Jugendliche:

    • mit Alkoholproblemen,
    • die illegale Drogen konsumieren,
    • mit Medikamentenmissbrauch bzw. -abhängigkeit
    • und nicht stoffgebundenen Süchten (Spielsucht, Esssucht, Bulimie u.a.)
    • Öffentlichkeitsarbeit, bei der besonders junge Menschen angesprochen werden.

4. Konkrete Anregungen für die Jugendarbeit im LV und in den Gruppen

Die Basis für den Erfolg der Jugendarbeit ist die enge Zusammenarbeit zwischen den Gruppen, dem Landesverband und dem Bundesverband.


4.1. Erwartungen an den Bundesverband


4.2. Erwartungen an den LV


4.3. Anregung für die Gruppen

Die Erfahrungen der Klausurtagung zeigten, dass die Analyse der Situation im eigenen Freundeskreis die Grundlage für die Diskussion zur Jugendarbeit ist.

Gibt es im Freundeskreis einen geeigneten Ansprechpartner für die Jugendarbeit?

Gibt es im Freundeskreis Mitglieder, die sich für Suchtprävention, besonders an Schulen, Jugendclubs usw., engagieren möchten?

Wie können in der Öffentlichkeitsarbeit besonders die Jugend bzw. die Eltern suchtgefährdeter Jugendlicher angesprochen werden?

Interessantere Gruppenarbeit durch erlebnisorientierte und vielfältige Gestaltung.

Prüfung der Voraussetzungen für den Aufbau einer eigenständigen Jugendgruppe bzw. Durchführung von Jugendveranstaltungen.

Erfahrungsaustausch mit anderen Gruppen.

Diese Gedanken sollen Anregungen zur Diskussion in den Gruppen sein.

zurück top


Neues Fenster - Valid XHTML1.0! Neues Fenster - Valid CSS! © Design und Webhosting Olaf Bosch