
Verwüstung und Zer-
störung in Weesenstein
Uns allen sind die erschütternden, schlimmen und traurigen Bilder der "Jahrhundertflut" noch in unverblasster Erinnerung. Besonders die Bürger in Sachsen, darunter auch Mitglieder unserer Freundeskreise, deren Angehörige, Freunde und Bekannte gehörten zu den Menschen, welche diese Katastrophe unvorbereitet und mit ganzer Härte, vielen persönlichen Opfern, Leiden und materiellen Schäden traf.
Ich habe mit Freunden aus dem Lipperland nach der Flut die kleine Gemeinde Weesenstein besucht um deren beachtlichen Geldspenden direkt an die Geschädigten zu übergeben und wir werden diese Eindrücke der Verwüstung und Zerstörung nie vergessen.

Verwüstung und Zer-
störung in Weesenstein
In Sachsen erfolgten die ersten schlimmen Flutschäden an den Zuflüssen der Elbe in der Sächsischen Schweiz, im Osterzgebirge, bei Meißen im Tal der Triebisch und vor allem entlang der Flüsse Elbe und Mulde. Auch die Länder Berlin- Brandenburg, Mecklenburg- Vorpommern, Sachsen- Anhalt und Niedersachsen wurden in Mitleidenschaft gezogen. Das Beeindruckendste während dieser Tage und Wochen war aber der Mut und der Aufbauwille aller Betroffenen und der unzähligen Helfer und die Welle der Solidarität der Menschen in Deutschland.
Der Landesverband Sachsen rief alle Freundeskreise auf, sich an der Überwindung und Beseitigung der Hochwasserschäden zu beteiligen und schloss sich sofort dem Aufruf zur Solidarität unseres Bundesverbandes der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe an. Bald konnte uns der Bundesvorstand mitteilen, dass durch die Spendenaktion erhebliche Mittel für die Hochwasserbetroffenen zur Verfügung stehen.
Wir benachrichtigten unsere FK in Sachsen und baten sie die durch das Hochwasser geschädigte Mitglieder ihrer Gruppen festzustellen und Vorschläge für angemessene Soforthilfen zu erarbeiten.

W. Heinisch übergibt
Spenden
Im Herbst war es dann soweit- während eines Gruppenabend des Freundeskreis Radebeul konnten der Vorsitzende des Landesverbandes im Freistaat Sachsen und der Verfasser die ersten Spenden an hochwassergeschädigte Mitglieder der FK Meißen und Radebeul überreichen.
Kurz darauf konnte auch im FK Torgau durch den Vorstand des LV eine Spende an ein Mitglied des FK übergeben werden. In den Gesprächen mit den von dem Hochwasser Betroffenen schilderten sie ihre Sorgen, Nöte und Erinnerungen an und durch die Flut und brachten ihre tiefempfundene Dankbarkeit für die konkrete Hilfe durch die FK in Deutschland zum Ausdruck.
Olaf O. schilderte in wie die Elbe sein
Existenzgrundlage, einen Imbissstand vernichtet hat und das ihm die
finanzielle Hilfe ermöglicht, neu zu beginnen.
Christine L. erzählte in bewegten Worten, wie
sie im Triebischtal in ihrer Wohnung vom Hochwasser überrascht
wurden und tagelang eingeschlossen waren.
Michael T. aus Meißen hat wertvolle Maschinen
und Geräte durch das Elbwasser, dass 1,20 m hoch im Keller stand
eingebüßt.
Gottfried T. aus Radebeul schrieb an den LV:
"… hiermit bedanke ich mich, natürlich auch im Namen
meiner Familie ganz herzlich für die großzügige Spende
zur Beseitigung der Hochwasserschäden am Grundstück. Wir
haben uns sehr darüber gefreut. Das Geld hat gleich gute
Verwendung gefunden, denn die Heizung im Keller musste erneuert werden.
Wir waren froh darüber, dass wir den Betrag für die Bezahlung
der Handwerkerrechnung mit einbringen konnten. Nochmals herzlichen Dank
für Eure Unterstützung."
Udo Sch. Aus Döbeln wollte sich gerade eine
eigene Existenzgrundlage einrichten als ihm durch das Hochwasser der
Mulde alle Maschinen und Anlagen für sein Handwerk vernichtet
wurden.

E. Hebestreit übergibt
Spenden
Insgesamt konnten in Sachsen durch die Solidarität der FK 8
Familien in unseren Gruppen wirksam mit insgesamt 15.650
€ geholfen werden. Darüber hinaus danken wir den
FK Melsungen, Eschwege, Wittgenstein und dem Freundeskreis
Magdeburg, die über ihre Partnerschaften mit
Freundeskreisen in Sachsen Spenden überwiesen haben.
In unserem Leitbild heißt es, Freundeskreis bedeutet: "Ein
Kreis von Freunden". Über die Gemeinschaft in der
örtlichen Gruppe hinaus wissen sich die "Freunde" in
ihrem Anliegen miteinander verbunden auf den Ebenen der
Landesverbände und des Bundesverbandes.
Es sind nicht nur Worte - die Solidarität in der schweren Zeit der Hochwasserkatastrophe haben es eindrucksvoll bewiesen!
Dieter Sonnleitner