Der Landesverband der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe im
Freistaat Sachsen e.V. beging im September 2002 sein 10-jähriges
Jubiläum. Auf der Festveranstaltung am 21.September im Luthersaal
der Friedenskirche in Radebeul-Kötzschenbroda konnte unser
Vorsitzender W. Heinisch auf eine erfolgreiche Entwicklung de
Landesverbandes hinweisen. Heute leisten 15 Freundeskreise mit 34
Gruppen eine engagierte ehrenamtliche Arbeit auf dem Gebiet der
Suchtkrankenhilfe. Diese Kompetenz der Freundeskreise, die auf der
Selbstbetroffenheit und Weiterbildung der Gruppenteilnehmer
gegründet ist, findet auch in Sachsen immer mehr Anerkennung im
Verbund der Suchtkrankenhilfe und bei den anderen Partnern der
Suchtkrankenhilfe.
So entstand im vorigen Jahr der Gedanke, aufbauend auf den bisherigen
guten Erfahrungen in der Unterstützung der Arbeit des
Landesverbandes und der Freundeskreise durch die AOK Sachsen und deren
Geschäftsstellen, diese Zusammenarbeit zu intensivieren und zu
qualifizieren.
Diesen Überlegungen folgten bald erste konkrete Schritte:
Am 11.11.02 fand eine erste Beratung in der AOK- Geschäftsstelle
Bautzen statt, an welcher der Vorsitzende unseres LV Wolfgang Heinisch,
von der AOK Sachsen Herr Tschirch und Herr Gasch, die Leitung der
Geschäftsstelle Bautzen und Vertreter der Freundeskreise
Schirgiswalde und Bautzen teilnahmen. In dieser Beratung stellten sich
die beteiligten Partner vor und erarbeiteten erste inhaltliche und
organisatorische Zielstellungen für das geplante Projekt:
Diese Zusammenkunft des Freundeskreis "Oberland" und den Mitarbeiterinnen des Sozialen Dienstes der AOK- Geschäftstelle fand Anfang Dezember in den Räumen des FK Schirgiswalde statt. Anknüpfungspunkt der Beratung war die langjährige Zusammenarbeit mit entsprechenden Höhen und Tiefen der beteiligten Partner. Sie lernten sich im Gespräch über die Inhalte ihrer berufliche und ehrenamtlichen Arbeit besser kennen und erarbeiteten konkrete Vorschläge für die inhaltliche Gestaltung des Seminars im Januar/Februar 2003 und die Möglichkeiten der Verbesserung der Zusammenarbeit auf örtlicher Ebene.

Crostau
Das Seminar zum Auftakt des Pilotprojektes fand vom 31.01.- 02.02.03 in der Weiterbildungsakademie, im landschaftlich herrlich gelegenen Crostau (Lausitzer Bergland) statt, wobei der Samstag ganz im Zeichen der gemeinsamen Beratung mit den Mitarbeitern der AOK stand.

W. Heinisch
Teilnehmer waren der Landesvorstand Sachsen, 14 Vertreter aus 7 Freundeskreisen in Ostsachsen, Herr Tschirch und Herr Gasch von der AOK Sachsen und 14 Mitarbeiterinnen des AOK- Geschäftsstellen in Ostsachsen. Nach einem gemeinsamen Frühstück eröffneten die Mitarbeiter der AOK Ostsachsen und der Vorsitzende des LV das Seminar und erläuterten die Zielstellung. Danach hielt Wolfgang Heinisch einen Vortrag zum Thema: "Die Stellung der Selbsthilfe im Gesamtverbund der Suchtkrankenhilfe"

Frau Dr. Walther
Anschließend an diesen interessanten Vortrag sprach D. Sonnleitner vom Freundeskreis "Oberland" Schirgiswalde über: "Inhalt und Aufgaben der Selbsthilfe für die Erlangung und Festigung einer dauerhaften, zufriedenen Abstinenz" und ging besonders auf die vielfältigen und differenzierten Angebote der "Hilfe zur Selbsthilfe" in den Freundeskreisen für Suchtkrankenhilfe in Sachsen und speziell im FK Schirgiswalde ein. Frau Dr. Walther gab in ihrem Vortrag "Motivierende Gesprächsführung" wertvolle Hinweise für die Mitarbeiterinnen der Sozialen Dienste der AOK-Geschäftsstellen. Zu allen drei Vorträgen gab es zahlreiche Fragen und ergänzende Hinweise von den Teilnehmern.
Am Nachmittag wurde die Arbeit in regionalen Gruppen fortgesetzt, d.h. die vertretenen AOK- Geschäftsstellen in Ostsachsen berieten mit Vertretern der anwesenden FK aus ihrem Territorium über konkrete Möglichkeiten der Zusammenarbeit. In der anschließenden Auswertung der Arbeit in den Territorialgruppen wurde über konkrete Vereinbarungen und weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Zusammenarbeit berichtet, z.B.:

Einige Teilnehmer
In der abschließenden Auswertung dieses arbeitsreichen Tages konnten die Teilnehmer folgendes Fazit ziehen und weitere Schritte für die Zusammenarbeit festlegen: