Liebe Monika, schade, dass Du zum Frauenseminar diesmal nicht kommen konntest. Als wir am Freitagnachmittag in SCHIRGISWALDE eintrafen, gab es viel Freude beim Wiedersehen vieler bekannter Gesichter. Aber es kamen auch einige „Neue“, die noch gespannter waren als wir „alten Hasen“, auf das was uns erwartete.
Die Vorstellungsrunde am Abend war schon wie in den vorherigen Seminaren
mit gymnastischen Einlagen verbunden. 35 Frauen waren wir, da kam ganz
schön Bewegung rein.
Danach hatten wir uns eine Ruhepause verdient, in der jeder die Chance
hatte eine kleine Begebenheit aus seinem Leben zu erzählen.
Mit einem Tanz endete der offizielle Teil des Freitagabends.
Samstag früh, gestärkt nach einem reichhaltigem
Frühstück (na Du kennst ja die gute Küche in
SCHIRGISWALDE) ausgerüstet mit einer Schnur, zwei roten Punkten
für unsere Tiefen, zwei gelben Punkten für die Höhen in
unserem Leben und zwei grünen Punkten für unsere Wendepunkte.
Dazu nahmen wir noch unsere mitgebrachten Fotos und nun konnte es
losgehen mit der Gestaltung unserer Lebenslinie.
Deine Lebenslinie wäre sicher auch ganz interessant geworden.
Damit hatten wir uns schon ein Stück auf die Suche nach den
Schätzen und Kostbarkeiten in unserem leben gemacht.
Am Nachmittag vertieften wir die ganze Sache, indem wir herausfinden
sollten, welche drei guten Eigenschaften wir haben. Na welche würden
Dir auf Anhieb einfallen? Merkst Du, so einfach ist es nicht, die guten
Dinge an sich zu finden. Mit Hilfe von Simone und Grit, die das Seminar
wieder mit Bravour leiteten, gelang es dann doch jeden. Aber das war erst
der Anfang.
Jetzt war Basteln angesagt. Eine Puppe sollte diesmal entstehen, die
unsere drei guten Seiten zum Ausdruck bringen sollte. Nun rauchten die
Köpfe. Mit Papier, Stoff, Bändern, Wolle, Federn, Knöpfen
usw. entstanden die reinsten Kunstwerke. Und ich glaube, es hat allen
viel Spaß gemacht.
Am Abend gab es dann wieder den schon zur Tradition gewordenen Tanzkurs von Simone.
Am Sonntagmorgen gab es sozusagen die Taufe für unsere gebastelten
Puppen. Jeder sollte sich einen Namen für seinen (Puppen) Schatz
einfallen lassen.
Da standen sie nun, unsere kleinen Kunstwerke mit Namen
„ROTKÄPPCHEN, DEFIFEE, ZUFRIEDENHEIT, SCHLAPPER- PLAPPER,
HERZLIE, SONNIE ........“.
Mein Schatz steht jetzt bei mir auf dem Klavier und sieht ein bisschen
Indianer mäßig aus. Ich gab ihm den Namen „Grinsende
Schlange“. Er soll meinen Humor und meine Gelassenheit, die mir
schon oft in meinem bisherigen Leben geholfen haben und mir sicher auch
in Zukunft helfen, ausdrücken. Du kannst Dir vorstellen, dass wir
wieder viel gelacht haben.
Es gab aber auch andere Momente, denn Du weißt ja, wenn man wenn
man so in seinem Leben rumkramt, kommen auch die traurigen Dinge zum
Vorschein. Aber unser Schatz soll uns ein Stück Hilfe sein.
Nach dem leckerem Sonntagsmittagsmahl war das schöne Wochenende
wieder vorbei. Viel zu kurz, da waren sich alle einig. Aber im
nächsten Jahr gibt es wieder ein Frauenseminar und ich hoffe, liebe
Monika, dass Du wieder mit dabei bist.
Bis dahin herzliche Grüße.
Barbara